Trap Beats machen
Das Genre, das die 2010er geprägt hat: 808-Bässe, halftime Snares, tripletted HiHats.
Das Trap-Tempo
Trap läuft bei 130–150 BPM — gefühlt aber in halftime. Das heißt: Die Snare ist auf Step 9 (statt 5 und 13), nicht auf 2 und 4. Das macht den schleppenden, schweren Charakter. Typische Werte: • Klassischer Atlanta-Trap: 135–140 BPM • Modern Trap/Mumble Rap: 140–150 BPM • Drill (UK/NY): 140–145 BPM (oft mit verschobener Snare)
Die 808
Die 808 ist der Tiefbass-Kick, der in Trap alles trägt. Tipps: • Pitch die 808 auf die Tonart des Songs (meistens zwischen C1 und A1) • 808 kommt OFT an die gleiche Position wie die Kick — manchmal auch an andere Stellen für Melodie • Verwend Sliding zwischen zwei Noten: Pitch-Automation oder zwei unterschiedlich gepitchte 808-Samples hintereinander Kick und 808 gleichzeitig: entweder die Kick leise drehen oder ein Sidechain-ähnlicher Duck-Effekt — in Padwolf regelst du das über Volume-Balance.
808 in Padwolf ladenSnare auf Step 9
Halftime-Snare:
Zusätzlich gerne Snare-Flam oder Clap kurz davor (Step 7 oder 8) für Tightness. Signature Snares im Trap: Lex Luger's „Hard“ Snare, Atlanta-Drum-Kits (z. B. von Lex Luger, Metro Boomin, Southside). Kostenlose Nachbildungen findest du auf Looperman.
HiHat-Rolls
Das Markenzeichen von Trap: die schnellen HiHat-Rolls. Im Sequencer simulierst du das mit Triolen oder 32tel-Notizen: Base HiHat (16tel):
Triolen-Roll auf Step 11–12 (fake mit Pad-Wiederholung bei erhöhtem BPM):
Für echte 32tel-Rolls: Aktiviere Loop-Mode auf dem HiHat-Pad und setze den Loop auf einen kurzen Ausschnitt — so bekommst du stotternde Rolls.
Melodie-Layer
Trap-Melodien sind oft dunkel und minimalistisch: • Harfen, Plucks oder Pianos in Moll-Tonart • Strings als Pad im Hintergrund • Vocal-Chops für Flavor Lade einen melodischen Loop auf Pad 9 und lass ihn durchlaufen (Loop aktivieren). Der Rhythmus kommt von Kick/Snare/HiHat — die Melodie ist der Teppich drunter.
Frequently Asked Questions
Moll-Tonarten sind Standard: C#-Moll, F-Moll, A-Moll, D-Moll, G-Moll. Trap lebt von dunkler Harmonik.
Kick, 808, Snare, Clap, Closed HiHat, Open HiHat, Perc. Sieben Sounds reichen für 99 % aller Trap-Beats. Mehr ist selten besser.
Nein, meist nicht. Trap arbeitet mit tripletted HiHat-Rolls im Raster, nicht mit Swing. Swing-Werte bleiben bei 50 %.