Beats selber machen — direkt im Browser
Du willst eigene Beats erstellen, ohne dich durch FL-Studio-Tutorials zu wühlen oder eine 100-€-Lizenz zu kaufen? Padwolf ist ein 16-Pad-Beatmaker im Browser. Samples reinziehen, Pattern klopfen, exportieren.
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Was du brauchst, um Beats zu erstellen
Nur einen Browser. Padwolf ist ein kostenloser Online-Beatmaker, der komplett im Browser läuft — keine Installation, keine Kreditkarte. Läuft auf Windows, Mac, Linux, Chromebook und sogar auf dem Handy. Früher brauchtest du teure Hardware wie eine MPC oder einen Rechner mit DAW (FL Studio, Ableton), um Beats zu erstellen. Heute bekommst du den Kern-Workflow — 16 Pads, Step-Sequencer, Multi-Format-Export — kostenlos im Browser. Und es bleibt nicht bei Drums: Ein Beat besteht hier aus Schlagzeug-Sounds auf den Pads — Kick, Snare, HiHat, Toms, Percussion —, die du beliebig gegen eigene Samples tauschst. Ob du ein klassisches Schlagzeug-Pattern baust oder eine 808-Bassline drunterlegst, ist derselbe Workflow.
Beats-App ohne Installation — direkt auf den Homescreen
Wer nach einer App zum Beats erstellen sucht, landet meistens im Play Store oder App Store. Padwolf braucht das nicht: Die Seite lässt sich auf dem Handy als App auf den Homescreen legen. Auf Android (Chrome) öffnest du das Menü und wählst „Zum Startbildschirm hinzufügen". Auf dem iPhone (Safari) tippst du auf „Teilen" und dann „Zum Home-Bildschirm". Danach hast du ein Icon wie bei jeder anderen App, und Padwolf startet im Vollbild ohne Browser-Leiste. Der Unterschied zu einer Store-App: kein Download, kein Account, keine Berechtigungen, keine Updates. Und dieselbe Version läuft auf dem Rechner weiter — was du auf dem Handy skizzierst, machst du am Laptop fertig.
Schritt 1: Sounds laden
Ein Beat fängt mit Sounds an. Drei reichen für den Start: Kick (der tiefe Thump), Snare (der scharfe Crack) und HiHat (das metallische Klick). Zieh Audio-Dateien (MP3, WAV, FLAC oder OGG) auf die Pads in Padwolf. Jedes Pad hält einen Sound. Kick auf Pad 1, Snare auf Pad 2, HiHat auf Pad 3. Kostenlose Drum-Kits gibt's auf Looperman, SampleFocus oder Reddit r/drumkits.
Sounds in Padwolf ladenSchritt 2: Tempo setzen
Die BPM (Beats per Minute) bestimmen, wie schnell dein Beat läuft. Verschiedene Genres, verschiedene Tempos: • HipHop: 80–100 BPM • LoFi HipHop: 60–90 BPM • Trap: 130–145 BPM (Halftime-Feel) • House: 120–130 BPM Fang mit 90 BPM an — angenehmes Mittelfeld für den Anfang. Ändern kannst du immer noch später.
Schritt 3: Erstes Pattern
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Wechsel in den Sequencer-Tab. Du siehst ein 16-Step-Grid — jeder Step ist ein 16tel. Klick, um Steps für jedes Pad an oder aus zu schalten. Das klassische Einsteiger-Pattern: Kick four-on-the-floor, Snare auf den Backbeat (Steps 5 und 13), HiHat auf jede Achtel. Play drücken. Fertig — dein erster Beat steht.
Pattern in Padwolf ladenSchritt 4: Würze drauf
Jetzt mach's interessant: • Verschieb die Kick — eine zusätzliche auf Step 4 oder 11 für die Synkope • Pack eine zweite Snare drauf (Rimshot oder Clap auf andere Steps) • Lade mehr Perc: Shaker, Tambourine, Cowbell • Stell die Pad-Lautstärken so ein, dass der Mix sitzt • Probier Swing — gibt dem Beat den menschlichen Touch und lässt ihn grooven
Schritt 5: Exportieren
Wenn das Pattern sitzt, exportier es. Padwolf speichert als WAV, FLAC oder OGG. • WAV, wenn du in einer DAW weiterproduzieren willst • OGG zum schnellen Teilen (kleinere Datei) • FLAC für lossless mit kleinerer Datei als WAV
Genre wechseln: Boom Bap mit Swing
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Das 4-on-the-floor oben ist der Start. Hier derselbe Workflow mit anderem Tempo und Swing — Boom Bap im Stil von J Dilla oder 9th Wonder. 92 BPM, 60 % Swing auf 16tel. Die Kick läuft synkopisch (extra Kick auf Step 4 für den Bounce), Snare bleibt auf dem Backbeat, HiHats auf jede Achtel. Der Swing-Slider gibt dem Beat das kopfnickende, dilla-eske Feel.
Und auf House drehen
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Anderes Genre, gleicher Workflow. Closed Hat und Open Hat liegen auf separaten Pads in einer gemeinsamen Mute-Group — die Closed Hat choked den Open-Sound wie ein echtes HiHat-Pedal.
Gear-Stufen — vom kostenlosen Setup zum Home-Studio
Das hier reicht für deine ersten 100 Beats: • Browser auf dem Rechner oder Handy • Kostenlose Drum-Samples (Looperman, SampleFocus, r/drumkits) • Padwolf Wenn du tiefer einsteigen willst, gibt es klare Upgrade-Stufen: Das 50-Euro-Upgrade: gebrauchter USB-MIDI-Pad-Controller (Akai LPD8, Worlde EasyPad). Physische Pads fühlen sich beim Finger-Drumming natürlicher an und bringen Velocity ins Spiel — wie hart du tippst, regelt die Lautstärke. Padwolf erkennt MIDI-Controller automatisch über Web MIDI. Das Home-Studio (200–500 €): Studio-Kopfhörer (Audio-Technica ATH-M50x, Sony MDR-7506) für 70–100 €, Audio-Interface für 50–100 € (nur wenn du Live-Sounds aufnehmen willst), Studio-Monitore für 100–200 € (optional, Kopfhörer reichen lange). Wichtigste Investition sind die Kopfhörer — du musst hören, was wirklich passiert.
Wann eine DAW dazukommt
Eine DAW (FL Studio, Ableton, Logic) wird interessant, sobald du: • Live-Instrumente oder Vocals aufnimmst • einen kompletten Track mit Verses, Hook und Bridge arrangierst • mit professionellen Plugins mischst und masterst • Software-Synths einsetzt Für den Beat selbst — Samples choppen, Drums setzen, Pattern bauen — geht Padwolf oft schneller als jede DAW. Viele Producer skizzieren auf MPC oder Sampler und ziehen die Stems dann in die DAW. Padwolf-Beats lassen sich Pad für Pad als Stems exportieren.
Häufige Fragen
Es braucht keine. Padwolf läuft im Browser und lässt sich auf dem Handy als App auf den Homescreen legen — auf Android über „Zum Startbildschirm hinzufügen", auf dem iPhone über „Teilen" und „Zum Home-Bildschirm". Danach startet es im Vollbild wie eine installierte App, nur ohne Download, Account oder Berechtigungen.
Ja. Die 16 Pads sind ein komplettes Schlagzeug-Setup: Kick, Snare, Closed und Open HiHat, Toms, Ride, Crash und Percussion. Closed und Open HiHat kommen in dieselbe Mute-Group, dann würgt die geschlossene die offene ab wie ein echtes HiHat-Pedal. Die restlichen Pads bleiben frei für 808s oder Samples.
Nein. Beatmaking ist Rhythmus und Gefühl, keine Theorie. Legendäre Producer wie J Dilla und Madlib haben durchs Experimentieren gelernt, nicht aus Lehrbüchern. Such dir Patterns raus, die du feierst, baue sie nach und dreh dann an den Schrauben.
Basis-Drum-Kit: Kick, Snare, HiHat (Closed und Open), Clap und ein Perc-Sound. Hunderte kostenlose Kits findest du online. Auf Padwolfs 16 Pads packen und losprobieren.
Den ersten Beat hast du in Minuten. Richtig gut werden braucht Übung — die meisten Producer sagen 6–12 Monate konstantes Üben. Wichtigste Regel: Beats fertig machen, nicht perfekt machen.
Ja. Padwolf läuft in jedem Mobile-Browser. Das Interface passt sich kleineren Screens an — Pads tippen, Patterns programmieren, alles unterwegs.
Nein. Padwolf läuft im Browser und braucht kaum Ressourcen. Chromebook, alter Laptop, sogar das Handy reichen. Anders als bei DAWs brauchst du weder 16 GB RAM noch ein dediziertes SSD-Setup.
Wirklich kostenlos. Alle Features, keine Limits. Padwolf rechnet alles lokal im Browser — keine Server, die Geld kosten, also auch kein Grund Geld zu nehmen.
Nein. Alles läuft lokal auf deinem Gerät. Deine Samples verlassen den Browser nicht. Kein Server, kein Cloud-Storage, keine Datensammlung.